MagicTales

LA BELLE ET LA BÊTE

Die Schöne und das Biest

Noch nie in ihrem Leben hatte sie solche Angst verspürt. Auf der anderen Seite war sie aber auch noch nie so fasziniert von einem Ort gewesen. Obwohl er ihr alles genommen hatte, hatte er ihr gleichzeitig so viel Neues und Aufregendes gegeben. Er zeigte ihr, was es hieß den Moment zu genießen und das Glück, so kurz es auch währen würde, festzuhalten und tief in seinem Inneren zu verwahren. Er hatte ihr erlaubt sein Reich zu erkunden, bis auf den alten Westflügel. Sie wusste nicht, was er dort vor ihr zu verbergen versuchte, doch ihre Neugierde war größer als ihr Gehorsam und so entschloss sie sich eines Tages dem Westflügel einen kurzen Besuch abzustatten. Auf dem Weg dorthin begegnete sie allerhand wunderlichen Dingen und auch der ein oder andere Schlossbewohner zeigte sich ihr. Es kam ihr so vor, als ob sie sie davor warnen wollten, noch einen Schritt weiter zu gehen. Sie versuchten sie abzulenken und sie von ihrem Weg abzubringen. Doch egal wie sehr sie sich bemühten, es war zwecklos. Immer weiter trugen ihre Füße sie an den Fuß des Westflügels. Jetzt waren es nur noch wenige Meter die sie von seinem persönlichen und geheimnisvollen Reich trennten. Nur noch der schmale Gang und eine schwere Holztür…

Doch noch ehe sie einen weiteren Schritt wagen konnte, lenkte etwas Neues ihre Aufmerksamkeit auf sich…

Die Entstehung

La belle et la bête ist das erste richtige Werk, welches im Zusammenhang mit MagicTales entstanden ist. Dabei ist es keineswegs eine neue Geschichte. Vielmehr ist es die Inspiration und meine persönliche Interpretation von  Jeanne-Marie Leprince de Beaumonts Werk „Die Schöne und das Biest“. Das Märchen hat mich schon immer fasziniert. Von dem störrischen Biest und der schönen Belle, die in eine völlig neue Welt abtaucht. Geprägt wurde dies sicherlich durch den wunderschönen Walt Disney Film, der bis heute zu meinen Lieblingsdisneyfilmen zählt.

Aber es war nicht dieser Film der mir den Anstoß gab, um meine eigene Version dieses Märchen umzusetzen. Vielmehr war es die Realverfilmung mit Vincent Cassel und Léa Seydoux in den Hauptrollen. Es war düsterer und auch magischer. Dieser verwunschene Ort, so stellte ich mir auch einen Teil von MagicTales vor. Ich besorgte mir das Originalmärchen und fand auch hier die leicht unheimliche Stimmung, die mich so am Film faszinierte.

Doch die Idee zu dem Bild kam nicht einfach so. Es war vielmehr ein Funke, der immer größer wurde, bis er schließlich umgesetzt wurde. Ich lag abends noch lange wach im Bett, weil es mich einfach nicht losließ. Ich machte mir Gedanken darüber wie das finale Bild auszusehen hatte. Wie Belle in meiner Version aussehen sollte und wie das Schloss auszusehen hatte. Doch wie so oft kam es dann anders als erwartet und das ist überhaupt nicht negativ gemeint. Mit einem Mal fügte sich alles zusammen. Das Kostüm, der Hintergrund, die Idee zur Bearbeitung. Einfach alles. Ich war ehrlich gesagt erstaunt darüber wie schnell ich dann wirklich das finale Bild in Photoshop umgesetzt hatte. Ein ausführliches Making-Of wird es an dieser Stelle später natürlich auch geben. Dann nehme ich euch nämlich mit von der Konzeption, der Kostümfertigung bis hin zum Shooting und der Umsetzung in Photoshop.

Eine Reise beginnt

Ich muss schon ehrlich sagen, dass ich auf dieses Werk schon stolz bin, denn wie schon gesagt oder besser geschrieben, ist dies das erste Werk, welches konkret für MagicTales entstanden ist. Belles Reise ist in gewisser Weise auch meine Reise nach MagicTales. Wir beide haben im übertragenen Sinne eine neue und magische Welt betreten, die uns vieles gegeben, aber auch einiges abverlangt hat. Eine fantastische Reise, die für mich an dieser Stelle erst angefangen hat. Hierzu möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich das Wort Reise sehr oft benutze, wenn ich von MagicTales spreche, aber dazu möchte ich in einem späteren Blogartikel mehr erzählen. Aber bis dahin bleibt mir nur eins zu sagen „und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Und in diesem Sinne schnappt euch euer Lieblingsmärchen und macht es euch gemütlich und bis zum nächsten Mal.