MagicTales

Immortal Love

Erinnerung an eine unsterbliche Liebe

Ein letztes Mal wollte er an den Ort zurückkehren, an der ihre gemeinsame Geschichte vor so vielen Jahren begonnen hatte. Sie waren nicht nur jung gewesen, sondern auch das genaue Gegenteil des anderen. Sie kamen aus zwei verschiedenen Welten. Sie aus gutem Hause und er der unruhige künstlerische Geist. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen und keiner konnte mehr ohne den anderen leben. Doch das Schicksal war grausam zu ihnen. Ihnen waren lediglich nur ein paar glückliche Jahre zusammen vergönnt, eh man sie aus seinem Leben riss. Sie würde auf ihn warten und ihm am Ende aller Dinge begrüßen und wieder in die Arme schließen. Er müsse nur vertrauen und sein Leben leben.

Und er vertraute in ihre Liebe. Sein Leben war erfüllt von Glück, welches er am liebsten mit ihr geteilt hätte. Und nun am Ende seiner Tage wollte er seine unsterbliche Liebe für immer festhalten. Er hatte alle Angelegenheiten geregelt und brach auf zu seiner letzten Reise und um seine letzte große Arbeit fertig zu stellen, die für immer sein Vermächtnis sein sollten.

Er arbeitete Tag und Nacht. Er musste fertig werden, ehe sein Herz ihn für immer im Stich ließ. Nach mehreren Wochen legte er zufrieden sein Werkzeug beiseite und bewunderte sein Werk. Es war perfekt. Voller Liebe blickte er in das steinerne Gesicht seiner großen Liebe. Er legte seine Hand an ihre kalte Wange und lächelte.

Genau in dem Moment ging die Sonne auf. In seinem Blick lag Erleichterung. Wie sie es versprochen hatte, hatte sie gewartet, um ihn nun in Empfang zu nehmen und nun für alle Zeit zusammen zu bleiben…

Die Entstehung

Von Zeit zu Zeit gehe ich immer mal wieder meine alten Photoshop Zeitungen durch, um mir ein wenig Inspiration zu holen. Dabei bin ich auf ein Tutorial gestoßen, wie man aus einer Person eine Statue macht. Irgendwie fand ich die Idee interessant, aber ich hatte noch keine konkrete Idee für eine Geschichte. Die kam erst später, als ich mal wieder meine alte Festplatte zur Hand nahm, und die Bilder darauf durchging.

Das Bild, welches ich hier als „Grundlage“ verwendet habe, ist eines meiner ersten inszenierten Bilder gewesen. Ich glaube es ist in 2016 entstanden, aber es eignete sich perfekt für meine Idee mit der Statue.

Nachdem ich das Bild freigestellt hatte, begann eine regelrechte Strukturen-Schlacht. Ich sammelte allerhand Steinstrukturen, Risse und sonstige Texturen, die ich nur irgendwie gebrauchen konnte. Der Rest war dann relativ schnell zusammengestellt und ich habe für dieses Bild vielleicht eine Stunde gebraucht. Also im Vergleich zu einigen anderen Werken, recht unspektakulär.

Aber ich finde es immer wieder entspannend, auch einmal auf altes Material zurückzugreifen und etwas Neues daraus zu machen, ohne vorab jede Menge Zeit in die Planung und Umsetzung zu investieren.

Das passt übrigens auch zu dem damaligen Shooting. Alles was ich dafür benötigte war jede Menge Abdeckplane. Nicht nur der Hintergrund bestand daraus, sondern auch das Kleid. Aber das ist eine andere Geschichte.