MagicTales

Es war einmal...

Märchen einmal anders

„Rings um das Schloss herum wucherte eine Dornenhecke. Sie wurde jedes Jahr höher. Und schließlich umgab sie das ganze Schloss. Sie wuchs sogar darüber hinaus, sodass gar nichts mehr vom Schloss zu sehen war, nicht mal mehr die Fahne auf dem Dach.“

Der ein oder andere von euch hat es vielleicht erkannt. Die obere Passage stammt aus dem Märchen „Dornröschen“ von den Gebrüdern Grimm. Eines meiner Lieblingsmärchen der Brüder. Und da ich im Allgemeinen ein großer Märchenfan bin und auch heute noch gerne in Märchenbüchern blättere und lese, um mich inspirieren zu lassen, war es höchste Zeit, eines der Märchen zu schnappen und neu zu interpretieren. Herausgekommen ist meine ganz eigene und persönliche Interpretation des Märchens. Naja, ich muss wohl noch erwähnen, dass ich schon lange mit den Gedanken gespielt habe Märchen neu und moderner zu interpretieren. Zuerst wollte ich Dornröschen in einem Bällebad zeigen, aber das war am Ende selbst mir ein wenig zu abstrakt. Es musste also eine andere Lösung her. Und die fand ich in Blüten aus Seidenblättern.

Set und Shooting

Ein großer Vorteil dieser Variante war, dass das Set an sich nicht sehr aufwendig war. Für zehn Blüten habe ich ungefähr eine Stunde gebraucht. Alles was es dann noch brauchte war ein Fleckchen Erde, ein Stativ und natürlich eine Kamera. Was mir hier sehr geholfen hat war die Kamerasteuerung übers Handy. Denn sich selbst auf dem Boden liegend zu inszenieren ist gar nicht so einfach. Probiert es doch selbst einmal aus. Als Lichtquelle diente lediglich das durchs Fenster fallende Licht. Also relativ unspektakulär im Vergleich zu meinen sonstigen Projekten. Das Shooting selbst hat vielleicht eine viertel Stunde gedauert. Was folgte war der klassische Workflow in Lightroom/Luminar und Photohop. Wobei Photoshop in diesem Fall den größeren Part eingenommen hat. Aber selbst die Nachbearbeitung hat höchstens eine halbe Stunde in Anspruch genommen.

Blüten aus Seidenpapier

Für alle die auch solche Blüten fertigen wollen, hier eine kleine Anleitung dazu. Alles was ihr dazu benötigt ist Seidenpapier in eurer Lieblingsfarbe, eine Schere und Nylongarn. Wenn ihr das zusammen habt kann es auch schon losgehen.

Für eine Blüte benötigt ihr fünf Blätter des Seidenpapieres in der Größe 35 x 50 cm (Die Bögen mit Seidenpapier haben in der Regel eine Größe von 50 x 70 cm). Diese fünf Blätter legt ihr übereinander und fangt an von der kurzen Seite aus, eine Ziehharmonika zu falten. Sobald ihr das auf der Länge von 50 cm gemacht habt, faltet ihr die Ziehharmonika in der Mitte und bindet in der Mitte einen Nylonfaden drum herum. Die beiden Enden schneidet ihr nun in der bevorzugten Blütenform zurecht, Ich habe in meinem Fall die Enden abgerundet. Danach müsste ihr noch die einzelnen Blätter auffächern und ein wenig zurecht zupfen. Sollte dabei mal das Seidenpapier einreißen, ist das gar nicht schlimm, da es am Ende gar nicht auffällt.

Und das war es eigentlich auch schon. Man braucht pro Blüte 5 bis 10 Minuten. Mit derselben Technik könnte man auch aus Servietten solche Blüten fertigen. Allerdings ist der Aufwand hier etwas höher, da die Servietten, sagen wir mal, etwas störriger sind. Aber am besten probiert ihr es einmal aus. Ich bin sicher, ihr werdet schon das passende für euch finden.

Wenn ihr Lust auf ein kleines Video-Tutorial dazu habt, dann schreit es mir doch einfach mal in die Kommentare. Da lässt sich dann sicherlich was machen. So, ich hoffe ich konnte euch wieder den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben. Ich freue mich, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder mit am Start seid. Denn das nächste Mal nehme ich euch mit auf die Bühne 🙂

Bis dahin habt eine schöne Zeit, bis zum nächsten Mal und bleibt gesund.