MagicTales

Ein paar ehrliche Worte

In den letzten Wochen war es hier extrem ruhig geworden, dafür habe ich viel Zeit auf Instagram verbracht. In meinem letzten Blogbeitrag hatte ich euch ja bereits von meinem Vorhaben erzählt. Doch was hat das Ganze bewirkt?

Natürlich haben sich meine Insights verändert und ich habe schon eine positive Entwicklung festgestellt, aber ich will ehrlich sein. Diese 30 Tage haben etwas mit mir gemacht, dass mir im Rückblick nicht gefällt. Ich habe mich selbst dabei erwischt, dass ich nachdem ich ein Bild gepostet hatte, sekündlich geschaut habe, ob Likes und Kommentare kamen. Jede Stunde habe ich meine Insights überprüft und zu sehen, ob meine Reichweite noch gut ist.

Und ja, ich muss leider zugeben, dass ich mich selbst dabei ertappt habe, dass ich mich schlecht gefühlt habe, wenn nicht innerhalb kürzester eine gewisse Reaktion auf meine Posts kamen. Ich habe es unbewusst direkt auf mich bezogen und habe mich in meiner Kreativität nicht bestätigt gefühlt, obwohl mir sehr wohl bewusst ist, was für ein Mensch ich bin und für was ich stehe.

Es musste etwas passieren

Zu allem Überfluss hatte ich mir einen zweiten Account nur für meine Creations zugelegt und mir sozusagen doppelten Stress gemacht, um beide Kanäle gleichermaßen zu bespielen. Versteht mich nicht falsch. Dieser Schritt war wichtig, um meine „Positionierung“ auf Instagram klarer zu machen und ich bereue es nicht. 

So hatte ich zum Beispiel öfters das Gefühl gehabt völlig überfordert zu sein und hätte mich am liebsten in irgendeine Ecke verzogen und geheult.

Ich hatte permanent das Gefühl, als würde ich hinter etwas herrennen, weil ich einfach keine Zeit für die wichtigen Dinge hatte? Ich habe aktuell ständig das Gefühl kreativ sein zu müssen, um irgendeinem „Ideal“ zu entsprechen. Natürlich habe ich auch jetzt immer wieder neue Ideen und möchte sie am liebsten direkt umsetzen, aber mir fehlt einfach die Zeit dafür. Ich setze mich selbst unter Druck und merke, dass ich irgendwie auf der Stelle trete. Das was mir am Herzen liegt kommt aktuell zu kurz und das tut mir persönlich sehr weh, weil es sich fast wie ein Betrug an mich selbst anfühlt.

Projekte, wie zum Beispiel meine beiden Bücher oder mein Blog, liegen brach, weil mir einfach der Nerv fehlt an ihnen weiterzuarbeiten. Von allen Seiten wird an einen gezerrt. Wie schon gesagt setze ich mich selbst so unter Druck, dass ich wie blockiert bin und nichts Halbes und nichts Ganzes zu Stande bringe. Meine Gedanken drehen sich im Kreis und immer neuere Ideen kommen hinzu und füllen den ohnehin schon engen Platz immer weiter an. Mein Kopf fühlt sich an wie kurz vorm platzen.

Deswegen habe ich für mich selbst beschlossen, mich in nächster Zeit auch etwas zurücknehmen und eine Art digitale Detox Kur zu machen. Auch wenn darunter vielleicht meine Accounts und meine Reichweite leiden werden, möchte ich in Zukunft kein schlechtes Gewissen mehr mir gegenüber haben, wenn ich mal nicht kreativ bin, keinen Blogbeitrag schreibe oder eben nicht regelmäßig poste und mir immer überlegen muss, was ich denn posten soll. Dafür fehlen mir aktuell die Kapazitäten. Ich möchte vielmehr meine Zeit nutzen, um völlig frei kreativ tätig sein zu können. Im Flow zu sein und für Stunden alles um mich herum zu vergessen.

Wir ihr jetzt vielleicht ahnen werdet, wird dies vorerst auch der letzte Beitrag sein, bis meine kreativen Akkus wieder voll sind. Ich möchte mich zurückbesinnen auf meine Wurzeln und einfach nur kreativ sein, ohne Wertung und ohne schlechte Gefühle. Natürlich werde ich dem allen nicht komplett den Rücken kehren, aber ich möchte mich nicht selbst mehr unter Druck setzen.

Ich wünsche euch bis zum nächsten Mal eine kreative Zeit und bleibt gesund.