MagicTales

Breaking Free

Frei sein

Sie wollte von all dem fliehen – ausbrechen und sei es auch nur für eine einzige Nacht. Nur für einmal wollte sie frei sein und sich von allen Vorurteilen, Klischees und Zwängen befreien. Einmal wollte es ihr völlig egal sein, was alle von ihr dachten. Sie wollte nicht die liebe und nette Person sein, die zu allem Ja sagte uns sich stumm ihrem Schicksal ergab.

Nur für eine Nacht wollte sie frei sein. Das Leben spüren, im hier und jetzt sein und ein Abenteuer erleben, welches sie für den Rest ihres Lebens in Ihrem Inneren und fest verschlossen in ihrem Herzen bewahren wollte.

Nach dieser Nacht wollte sie wieder die sein, die sie im Grunde schon immer war und die alle in ihr sahen. Die Pflichtbewusste junge Frau, auf die man zählen konnte, wenn es hart auf hart käme.

Eine Nacht um auszubrechen und frei zu sein…

Die Entstehung

 

Nanu, was ist denn jetzt passiert? Möglicherweise fragt sich das der ein oder andere von euch jetzt. Das ist ja ein kompletter Stilbruch zu all dem, was ich bisher gemacht habe. Richtig, und es war gewollt. Ich habe schon seit längerem über ein Bild nachgedacht, was eben nicht das magische und fantasiebehaftete Wesen darstellt. Ich Grunde ging es mir bei diesem Bild darum, im wahrsten Sinne des Wortes Auszubrechen und mich eben nicht nur in eine Schublade stecken zu lassen. Ich probiere gerne neues aus und spiele auch ein wenig mit den verschiedenen Möglichkeiten, die ich habe herum, um eben etwas Neues zu kreieren.

Natürlich kehre ich jetzt meinem eigentlichen Stil nicht den Rücken zu, dafür liebe ich diesen Stil einfach zu sehr. Aber für mich war es wichtig zu zeigen, dass es eben nicht nur alles romantisch und „magisch“ ist. Das ich genauso eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten habe.

Doch ich muss auch ehrlich sein, die Bilder haben mich ein wenig Überwindung gekostet, da es eben nicht meine Komfortzone war und ich sie verlassen musste, um eben dieses Ergebnis zu erreichen. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem, was dabei herausgekommen ist.

Hinter den Kulissen

Das Set an sich war so im ersten Moment nicht geplant gewesen. Ich hatte irgendwo mal auf Instagram ein Bild gesehen, wo eine zerbrochene Glasscheibe zum Einsatz kam. Da ich aber keine Scheibe dafür opfern wollte, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Zum Einsatz kam schließlich Frischhaltefolie, die ich mehrmals um Stative gewickelt hatte. Im Anschluss daran habe ich ein kleines Loch hinein geschnitten und es dann etwas weiter auseinander gerissen. Zum Schluss habe ich das Ganze noch mit Wasser besprüht. Das „Glas“ soll im übertragenden Sinne die Wand aus Klischees, Vorurteilen, Zwängen und Pflichten darstellen, die man überwinden muss, um frei zu sein. Und meistens bittet sich einem dafür ein winzig kleiner Riss oder ein Loch, der ansonsten so standhaften Mauer. 

Doch ich brauchte noch etwas Cooles bezüglich des Lichtes. Die Lösung bot sich mir mit Hilfe von zwei Blitzen und Farbfolien. Einen Blitz hatte ich vor die Folie gestellt und einen schräg von mir aus gesehen hinter der Folie.

Die Out-of-Cam Bilder waren schon fast perfekt, sodass ich kaum etwas bearbeiten musste. Ich habe lediglich die Kontraste der Folie etwas erhöht um die Struktur noch mehr zu betonen. Und das war es auch schon. Alles in allem eigentlich ein sehr geringer Zeiteinsatz im Vergleich zu meinen sonstigen Projekten.