MagicTales

Becoming Magic Tales

Eine Reise zur Erfüllung oder warum ich tue was ich tu

Um mein ganz persönliches Warum zu verstehen, muss ich etwas weiter ausholen. Und während ich diese Zeilen schreibe, überschlagen sich die Worte und Bilder in meinen Gedanken, so als ob sie sagen wollen, genau das ist der richtige Weg. Wir sind an deiner Seite und helfen dir dabei, dein warum zu erkennen und zu verstehen. Lass einfach los und überlass uns die Arbeit. Denk nicht darüber nach und schreib einfach das, was wir dir diktieren.

Am Anfang dachte ich, es wäre bloß eine einfache Idee gewesen, die ich vor nunmehr 3 Jahren hatte, als ich an MagicTales dachte. Ich hatte innerhalb kürzester Zeit ein Konzept geschrieben, ein Logo und ein Design entworfen und dachte, genau das ist es. PUNKT! Aber irgendwie kam ich dennoch nicht weiter. Es sollte eben alles perfekt sein. Doch genau dieser Perfektionismus wurde mir im übertragenden Sinne zum Verhängnis. Ich kam nicht voran und schwankte immer wieder. War mir nicht sicher, ob es gut sein würde. Aber ich wollte den Traum nicht länger träumen, ich wollte danach greifen, ihn an mich drücken und nicht wieder loslassen. Und doch fiel es mir schwer, überhaupt einen Anfang zu finden.

Es musste alles passen, dass Corporate Design, die Webseite, mein Social Media Auftritt… einfach alles. Aber gefühlt passte rein gar nichts. Alles war irgendwie falsch oder schwammig.

Ein Webinar zum Thema Instagram brachte schließlich die erhoffte Wendung. Es war eine einfache und simple Frage, die unser Coach in den Raum warf, die mich aber völlig unerwartet traf und meinen bisherigen Werdegang gerade in Bezug auf MagicTales überdenken ließ:

„Was ist dein Warum. Warum tust du das was du tust. Was hast du erlebt, um genau dort zu landen wo du jetzt bist.“

Die Lösung war so einfach und doch so kompliziert. Die Frage ließ mich auch nach dem Webinar nicht mehr los, hatte sie doch zweifelsohne einen Nerv getroffen. Immer wieder ertappte ich mich dabei, wie sich meine Gedanken um diese eine Frage drehte: „Was ist mein Warum?“

Es führte letztendlich dazu, mich mit mir selbst und meiner Vergangenheit auseinander zu setzen und auf eine Reise zu gehen. Selbst hier konnte ich eine Parallele zu MagicTales ziehen. MagicTales sollte eine Reise zu einem magischen Ort werden, aber auch der Weg dorthin, also mein Weg bis hierher war eine Reise zu mir selbst und meinem warum.

Ich habe angefangen Bücher zu den Themen Selbstliebe und Kreativität zu lesen. Habe Hörbücher gehört oder an weiteren Webinaren und Seminaren teilgenommen. Mein Ordner mit Gedanken und Notizen wurde immer dicker und die Ideen sprudelten nur so aus mir heraus. Doch die Reise ist noch nicht vorbei, sie geht weiter. Meine Gedanken sind nun allerdings klarer, da mir mittlerweile Bewusst geworden ist, woher mein persönliches Warum kommt.

Alles begann vor Jahren mit dem Besuch in einem Fotostudio. Es sollten die klassischen Bilder für die Familie gemacht werden. Ich erinnere mich noch gut daran, wie fasziniert ich von dem Fotostudio war. Für mich war es wie eine Spielwiese die entdeckt werden wollte. Das Spiel vor der Kamera war mir egal, aber alles was dahinter passierte, war wie für mich gemacht. Im Nachhinein betrachtet, war dies wohl der erste Schritt, der mich zu MagicTales führte, denn ich erkannte, dass ein Fotostudio ein Ort sein konnte, der Träume wahr werden ließ und in dem jeder das sein konnte was er wollte. Okay, damals war mir das natürlich nicht bewusst, aber aus heutiger Sicht empfinde ich es so.

Wieder zu Hause, baute ich mir mein eigenes Fotostudio auf. Ich schnappte mir Spannbettlaken und Stehlampen und bastelte an meinem ersten Hintergrundsystem. Natürlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keine echte Kamera, aber kreativ wie ich war, fand ich auch dafür eine Lösung. Ich malte meine Bilder mit Buntstiften und drapierte im Anschluss meine Puppen so, als ob ich sie genauso fotografieren würde. Ich weiß, es war nicht real, aber in meiner Fantasie war es das. Ich begann, die Welt um mich herum zu inszenieren.

Mit der Zeit kamen neue Ideen hinzu. Ich habe schon immer gerne Geschichten erfunden. Selbst als ich noch nicht schreiben konnte, habe ich die Bilder gemalt und meine Mutter musste aufschreiben, was ich ihr dazu erzählte. Fotografieren und Geschichten erzählen waren zum Teil meiner Persönlichkeit geworden.  Doch mit der Zeit veränderte sich einiges und das Fotografieren und Schreiben wurden weniger, bis ich ihnen gar nicht mehr nachging. Die Zeit verging und man musste sich neuen Herausforderungen stellen, die einen haben reifen und wachsen lassen. In dieser Zeit entdeckte ich auch meine Fantasie wieder. Ich fing wieder an Geschichten zu schreiben, in meine eigene kreative Welt abzutauchen und dem grauen Alltagstrott zu entfliehen.

Und ich glaube genau dort, liegt die Geburtststunde von MagicTales. Schließlich will ich mit MagicTales nichts anderes. Ich will den Menschen eine Auszeit vom Alltag ermöglichen. Sie ausbrechen lassen und sie für einen kurzen Augenblick entführen. Ihnen die Chance geben, ein anderer Mensch, ein anderes Wesen zu sein.

Mein Warum war geboren: „Hast du dir auch schon einmal gewünscht ein anderer Mensch zu sein und in Rollen zu schlüpfen, die man sonst nicht von dir erwartet? Dann betrete die magische Welt von MagicTales und sei der Mensch, der du schon immer sein wolltest.“

Aus Kurzgeschichten wurden Romane und mit ihnen kamen die Bilder im Kopf, die meine Handlungen begleiten sollte. Ich wollte diese Bilder umsetzen und meine Geschichten damit anreichern.

Und so ging ich weiter meinen Weg. Ich machte mein Abi und wollte studieren. Irgendwas mit Medien sollte es werden. Auf die Idee, ich könnte eine Ausbildung zur Fotografin machen, bin ich, warum auch immer, nicht gekommen. Aber es kam wie es kommen musste und ich konnte meinen bevorzugten Studiengang nicht belegen. Es hieß also abwarten und versuchen die Zeit irgendwie sinnvoll zu nutzen.

Irgendwann habe ich mich mal mit einer Kommilitonin unterhalten, was wir später mal machen wollen. Und ganz plötzlich und unverhofft antwortete ich, mein Traum wäre es mal ein eigenes Fotostudio zu besitzen. Hoppla, wo kam denn auf einmal dieser Gedanke her. Mit einem Mal war dort wieder das, was ich als Kind gelebt habe. Und dies war auch der Moment, in dem mir Bewusst wurde, etwas muss sich ändern. Um meinem Traum leben zu können, muss ich eine Entscheidung treffen und einen anderen Weg einschlagen. Es kam wie es kommen musste. Ich verließ nach zwei Semestern die Uni und bewarb mich um einen Ausbildungsplatz. Letzten Endes wurde ich Mediengestalter für Digital und Printmedien. Die erste zaghafte Berührung mit der Kamera seit Jahren folgte und brachte mich, wenn auch mit kleinen Schritten, meinem Glück und meinem Traum näher.

Ich stieg in den Arbeitsalltag ein und fing schon bald an, Bilder zu bearbeiten und neu zu arrangieren. Photoshop und Lightroom wurden zu meinen Vertrauten und Wegbegleiter. Aber ich wollte mehr. Ich wollte meine Fotografie auf die nächste Ebene bringen. Doch der erste Rückschlag in meinem jungen Berufsleben brachte mich dazu, meinen Plan vorerst auf Eis zu legen.

Nach der Ausbildung wurde ich nur für ein Jahr übernommen und ich musste mir etwas Neues suchen. Nach einigen Misserfolgen dachte ich, jetzt habe ich meinen Platz gefunden und das Fotostudium rückte wieder in greifbare Nähe. Ich fing an und die Begeisterung wurde neu entfacht. Ich hatte Spaß daran Menschen zu inszenieren und sie ins rechte Licht zu rücken. Auch brachte mich das Studium dazu, meine eigenen Grenzen zu überschreiten und zu wachsen. Ich hätte bis zu diesem Zeitpunkt zum Beispiel nie geglaubt, jemals Aktfotos von einer Person zu machen. Die eigene Angst ablegen, um ein tolles Ergebnis zu erzielen, auf das ich bis heute noch stolz bin.

Ich habe mir in dieser Zeit ein Fachbuch nach dem nächsten geholt und gelesen. Nein, ich habe es verschlungen. Videotrainings geschaut, Webinare besucht und mir somit neben meinem Studio, welches mir die technischen Grundlagen näherbrachte, sämtlichen anderen Themen autodidaktisch beigebracht. Als ich dann noch die Bilder von Lyonel Stief und LauraHelena gesehen habe, da wusste ich es, dass ist das was ich will. Ich will Menschen fotografieren und ihnen eine Möglichkeit geben, sich einmal von einer anderen Seite zu zeigen. Von einer fantasiebehaften oder einer längst vergangenen Zeit.

Ich wollte der Autor und Regisseur dieser inszenierten Welt sein. 

Es war wie ein Aha Moment. Aber mir war nicht bewusst, dass es eigentlich ein Ergebnis all den Erlebnissen aus meiner Kindheit und meiner Jugend war. Für mich war die Idee einfach da und klang verlockend und vielversprechend. Aber jetzt, nachdem ich mich so lange damit beschäftigt habe und meine eigene Geschichte auseinandergenommen habe, war es eigentlich nur eine logische Konsequenz von all dem was ich erlebt habe. Denn meine Kreativität und meine Liebe zur Fotografie und zum Schreiben  war schon immer ein Teil von mir. Auch wenn sie sich manchmal versteckt hat oder jahrelang im Verborgenen existierte.

Und jetzt, nach all der Zeit und den Erfahrungen die ich gemacht habe, kann ich sagen, was mein Warum ist und es fühlt sich nicht mehr leer an. Nun habe ich erkannt, dass es schon immer mein Ziel war, den Weg nach MagicTales zu finden (auch wenn er aus vielen Hürden und Umwegen bestand) und andere Menschen dorthin mitzunehmen und ihnen eine andere Welt zu zeigen und sie dazu noch ein Stückchen bunter, verträumter und fantasievoller zu machen.

Und alles was ich seitdem zur Erfüllung oder Erreichung dieses Ziel unternommen habe, ist ein Ausdruck meiner Kreativität und Individualität. Egal ob es die Kostüme oder die Headpieces sind, die ich fertige, alles hat einen gemeinsamen Nenner und ist dafür da, mein Warum Wirklichkeit werden zu lassen. Es stellte sich automatisch ein Flow ein und ich konnte für Stunden in der Welt der Fotografie versinken. Es wurde so zu einem festen Teil meines Lebens, dass ich es mir gar nicht mehr ohne vorstellen kann. Jede Fototour, die ich bis dato unternommen hatte, brachte mir neue Ideen und Orte, an denen ich MagicTales zum Leben erwecken wollte.

Und nun bin am Ende dieses Beitrages, aber noch nicht am Ende meiner Reise. Denn sie geht weiter. Nicht nur für mich, sondern auch für die Menschen, die mich begleiten und noch begleiten werden. Es ist vielmehr der Anfang von etwas Neuem und Aufregendem. Etwas auf das ich mit Spannung schaue und es freudig erwarte und es wie einen alten Bekannten begrüßen und in die Arme schließen werde, wenn es soweit ist.