MagicTales

Aller Anfang ist schwer

Warum ich angefangen habe DIY zu lieben

Als ich mit MagicTales angefangen habe und die ersten zaghaften Konzepte erfasst hatte, war für mich relativ schnell klar, dass ich nicht auf Einheitskostüme und Standard Accessoires zurückgreifen möchte, wenn nicht unbedingt nötig. Dieser Gedanke wurde dadurch bestätigt, dass ich Stunden damit zugebracht hatte und mir im Internet haufenweise Seiten mit Kostümen angesehen hatte, die mir aber alle irgendwie nicht gefielen. Entweder sahen sie zu sehr nach Fasching aus oder sie sprengten das Budget.

Doch eines war für mich vollkommen klar. Ich wollte meinen Bildern etwas einmaliges und einzigartiges verleihen. Eine gewisse Exklusivität, die es nur bei mir geben sollte.

Und das hieß für mich, Headpieces, Kostümteile oder gar ganze Kostüme selbst zu erstellen, was mich vor die nächste Herausforderung stellte.

Denn ich hatte zuvor noch nie etwas in der Art gemacht beziehungsweise gefertigt. Doch dank Google, YouTube und Co. wurde ich schnell fündig und wagte meine ersten zaghaften Schritte in Richtung Kostümbau. Als erstes wollte ich mich an einem Headpiece versuchen. Konnte ja schließlich nicht so schwer sein.  Aber wie sollte ich genau anfangen. Nach langem Suchen bin ich schließlich auf ein tolles Videotraining von LauraHelena gestoßen, in dem alles super Schritt für Schritt erklärt wurde. Ich wusste nun, womit ich anfangen musste und was für Materialen ich brauchte.

Schnell war alles bei Amazon herausgesucht und bestellt. Ich freute mich darauf zu starten und meinen ersten Headpiece zu fertigen. Die erste Ernüchterung folgte aber bald. Als meine Einzelteile dann endlich eintrafen, musste ich feststellen, dass die Blüten, die ich mir hierfür ausgesucht hatte, in natura nicht ganz so schön waren wie auf den Bildern im Internet und etwas billig wirkten. Aber okay, für den Anfang sollte es funktionieren. Voller Eifer stürzte ich mich in die Arbeit und werkelte wild drauf los, inklusive zweier fieser Brandblasen, die ich mir dank der Heißklebepistole zugezogen hatte. Aber gut, passiert, Haken dran.

Als ich mit dem Headpiece fertig war, war ich mit dem Ergebnis zufrieden. Für meinen ersten Kopfschmuck war er gar nicht schlecht geworden. Aber es war definitiv noch Luft nach oben da (das ist es im Übrigen immer noch ;).

Es folgte der nächste Headpiece, der aber aus meiner jetzigen Sicht eher schlechter als besser wurde. Das lag aber nicht an meinem Können (so viel Eitelkeit sei mir an dieser Stelle einmal erlaubt), sondern eher an den verwendeten Materialien. Es sah billig und alles andere als hochwertig aus. Also genau das Gegenteil von dem was ich wollte. Was also tun?

amazon, Depot & Co.

Ich wurde schnell fündig. Bei einem gemütlichen Stadtbummel an einem Samstag bin ich durch Zufall auf den Depot gestoßen, der sich als wahre Fundgrube für Bastelmaterial für meine Ideen entpuppte. Seitdem besorge ich fast alle meine Materialien dort. Natürlich gibt es auch noch Sachen, die ich übers Internet beziehe, dass sind aber sozusagen die Basismaterialien, die man im fertigen Werk eh nicht mehr so genau zu sehen bekommt. Aber dazu später mehr.

Ich kann euch jetzt leider nicht mehr sagen, wie viel Geld ich mittlerweile im besagten Laden gelassen habe, aber ich kann euch nur dazu raten, nicht bei den Materialien zu sparen, die sichtbar an eurem Kostüm oder Headpiece befestigt sind. Man wird es später auf den Bildern sehen, ob ihr bereit wart, gerade bei den verwendeten Materialien, etwas zu investieren. Meine Headpieces und Kostümteile haben nun aus meiner Sicht diese Exklusivität, die ich mir gewünscht hatte. Und alle tragen sie meine kreative Handschrift. Doch wie bereits gesagt, können manche Dingen auch durchaus übers Internet gekauft werden. Hier hat sich, wie wahrscheinlich bei den meisten von euch Amazon etabliert. Ich möchte euch aber auch noch weitere Quellen mit an die Hand geben, damit euch möglicherweise eine längere Suche erspart bleibt.

Requistensuche

Dinge die ihr super übers Internet beziehen könnt, sind zum Beispiel Styroporkopfe, Metallhaarreifen und Filzreste. Auch etliche Stoffe lassen sich günstig übers Internet beziehen. Die meisten Händler bieten hier kostenlose Stoffmuster an, damit man nicht die Katze im Sack kauft.  Meine erste Anlaufstelle hier: stoff4you

Für Kostümteile wie zum Beispiel ein Reifrock oder Korsagen, die später noch veredelt werden bieten sich tatsächlich die zahlreichen Fasching- oder Kostümhändler im Internet an. Hier habe ich allerdings keine bestimmten Präferenzen. Auch die Buttinette bietet viel Basismaterial an, welches sich hervorragend weiterverarbeiten lässt. Hier lohnt sich ebenfalls der Blick in den Faschingsshop. Für kleinere Teile oder Zubehör kann man hier für kleines Geld schnell fündig werden. Auch lohnt sich der Blick auf etsy. Neben tollen Schnittmustern finden sich hier auch hochwertigere Kostüme, Accessoires und jede Menge mehr.

Wo ich allerdings mittlerweile keine Kompromisse mehr mache, sind bei den Kunstblüten und Deko-Objekten, die ich für meine Kostümteile und Headpieces nutze.

Folgende Läden dürfen sich über wiederkehrende Besuche freuen:

  • Depot
  • NanuNana
  • Tedi (dieser allerdings auch mit gewissen Abstrichen, doch für Basiselemente eine ideale Anlaufstelle)
  • allgemein kleinere Nippes-Läden, wenn ihr versteht was ich meine. Hier könnt ihr mit etwas Glück den ein oder anderen Schnapper machen. So habe ich darüber zum Beispiel einen alten ausrangierten Vintage-Vogelkäfig bekommen, der sich super als Requisit nutzen lässt.

Man sollte aber auch die Baumärkte vor Ort nicht unterschätzen. Manchmal kommt man nicht umhin etwas selber zu bauen beziehungsweise zu fertigen. Auch für verschiedene Hintergründe, wird man hier fündig.  So habe ich zum Beispiel einmal eine Noppenmatte für Hochbeete zweckentfremdet und damit einen Hintergrund erstellt.

Das einzige was ich euch hier raten kann ist, geht mit offenen Augen durch die Geschäfte und seid offen auch einmal etwas Neues auszuprobieren. So ging es mir zumindest mit der Noppenmatte. Ihr werdet überrascht sein, was plötzlich alles möglich ist. Eurer Kreativität sind weniger Grenzen auferlegt.

Was aber das Schönste an all dem ist, dass man etwas mit seinen eigenen Händen erschaffen hat und dieses zudem auch noch einmalig ist. Kein anderer wird exakt dasselbe bauen, auch wenn er vielleicht die gleichen Materialien benutzt. Dieses Phänomen kann man auch immer wieder bei Bastelworkshops erkennen, bei denen alle Teilnehmer die gleichen Ausgangsmaterialien haben. Und das finde ich so besonders daran. Ich hoffe ich konnte euch nun den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben, damit auch ihr in Zukunft eurer Fantasie freien Lauf lassen könnt. Fangt einfach an, der Rest kommt dann von ganz alleine. Wie sagt man immer so schön: Learning by doing. Und genauso ist es auch. Bei mir war es das jedenfalls.

Und in diesem Sinne wünsche ich euch jetzt ein fröhliches werkeln und basteln und bis zum nächsten Mal.

Aller Anfang ist schwer